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Deutsche Kongresse in Paraguay

Den Bezirkskongress im September besuchte ich von Blumenau aus. Ich brauchte zwar nur einmal umzusteigen, aber die Busfahrt war trotzdem eine Weltreise. Nach den Federn in meinem Sitz zu beurteilen, hat der Bus diese Reise auch schon ziemlich oft gemacht… und ich konnte sogar direkt vor dem Hotel LIZ aussteigen. (das LIZ ist inzwischen schon weltbekannt, weil dort alle übernachten, die nicht gerade einen Platz im Matratzenlager bei irgendeinem Bruder oder einer Schwester ergattert haben)

Das Programm war wie immer begeisternd und die Veranschaulichungen wurden uns mit diversem Schaumaterial noch klarer vor Augen geführt. Zu den 350 Anwesenden zählten auch Brüder aus Chile, Argentinien und Bolivien und da die Mennoniten aus Bolivien noch neu waren, wurde das Programm für sie spontan auf  Plattdeutsch übersetzt. Bei den Brüdern mit den Massen-Lagerstätten gabs dann abends auch noch gemeinsames Grillen, Plaudern, Tanzen und natürlich konnte man nebenbei noch die typischen Lederhüllen und Ledertaschen einkaufen. Am Montag gabs noch extra eine Nachkongress-Party für die Mennoniten aus Bolivien, die eine 2-3tägige Rückreise mit dem Bus vor sich hatten. 5 davon waren Interessierte, die das erste Mal einen Kongress miterlebten und ganz begeistert waren.

 


Zum Tagessonderkongress im Jänner konnten leider nicht so viele Brüder nach Paraguay kommen. Für viele ist eine solche Reise nur einmal pro Jahr finanzierbar. Die Brüder aus Chile, Bariloche und Buenos Aires mussten ja mit dem Flugzeug anreisen und seit die argentinische Regierung die Grenzen für ausländische Produkte geschlossen hat, sind die Fahrtkosten gewaltig gestiegen und es können keine Fremdwährungen mehr gekauft werden. Auch die argentinischen Bankomatkarten funktionieren im Ausland nicht…

So waren es nur 320 Anwesende.

Wir (wir Mädls und Carmine) reisten gemeinsam mit dem Zug über Nacht von Coronel Suarez nach Buenos Aires. Wir hatten zwar in der Luxusklasse gebucht, aber konnten die ganze Nacht kein Auge zutun, weil wir vergeblich den Luxus suchten… Carmine hat unsere Flugtickets von BsAs nach Asuncion gebucht. Offenbar liebt er Nachtflüge!? So konnten wir den kommenden Tag noch bei der Familie Giacobbo aus der deutschen Versammlung in Buenos Aires verbringen. – Christina und Elisabeth waren selig, denn sie durften dort das Klavier benutzen – wir anderen benutzen eher die Matratzen für eine ausgiebige Siesta. Um 2 Uhr früh ging unser Flug, um 4 Uhr erwarteten uns bereits 2 vorbestellte Taxis. Der Portier unseres Hotels war zwar nicht sehr glücklich, so früh rausgeläutet zu werden, aber er fand dann doch erstaunlich schnell unsere Zimmerschlüssel. Das 3-Bett-Zimmer, das ich mir mit Lydia und Damaris (aus Missiones) teilte, war sehr geräumig und erst das Bad!!!! Der nächste Tag war dem Shoppen in der Stadt gewidmet… Armbänder, bunte Taschen, Mate-Kannen … ich blieb allerdings beim Schauen….

Das Programm am Sonntag war wie immer ein Genuss, mit vielen Veranschaulichungen und Anregungen. Viel zu kurz waren auch die Pausen, viel zu viele Freunde galt es zu begrüßen und Erfahrungen auszutauschen. Wie erfreulich war deshalb die Aussicht auf ein gemeinsames „Fest“, das für Montag in einem nahegelegenen Park geplant war - mit Fischteichen, Spazierwegen, Swimmingpool und Sportplätzen. Dort verbrachten wir trotz Hitze einen entspannten, unterhaltsamen und lustigen Tag. Für Mittag war ein gutes Buffet organisiert und danach gabs ein paar lustige Tanz-Einlagen, als Verabschiedung für eine Familie, die nach 5 Jahren Paraguay wieder nach Deutschland zurückkehren musste. Inzwischen ist Österreich hier in Südamerika schon ziemlich gut vertreten und so gabs auch eine Menge neue „alte Gesichter“ zum Plaudern. Doch auch dieser Tag musste irgendwann zu Ende gehen und die Heimfahrt – mit Flugzeug und Bus wurde angetreten. Die Wartezeit in Buenos Aires überbrückten wir mit Carlos Gardel (dem großen Musiker, der den Tango weltberühmt machte) Er persönlich ist ja schon seit 80 Jahren tot, aber sein Museum gibt’s noch immer – mit Originalmusik! Dass sich das Museum direkt neben dem Abasto-Markt (einem tollen Einkaufszentrum) befindet, hat die Frage, was man mit dem Rest des Tages anfangen sollte, schlagartig gelöst. ;-)

Die kommende Nacht im Reisebus schliefen wir dann so gut, dass Coronel Suárez beinahe unbeachtet an uns vorbeigezogen wäre…


25.6.13 13:57

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