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Einladungen und Versammlungspartys

Gastfreundlich zu sein ist in Südamerika viel einfacher… Es muss nicht alles schon vorbereitet und fertig sein, wenn die Gäste eintreffen. Auch eine einfache Mahlzeit genügt. Gekocht und abgewaschen wird gemeinsam… und dabei wird geplaudert. Es macht auch gar nichts, wenn man als Gast nicht pünktlich ist. Mit dem Kochen wird sowieso erst begonnen, wenn genügend Leute da sind.

„Feijoada“ ist das brasilianische Nationalgericht: das sind Bohnen mit viel Fleisch. Je mehr Fett noch dran ist, desto beliebter. Dazu gibt’s geröstetes Maismehl mit Speck – den Namen hab ich vergessen- und Weißbrot. Das zweithäufigste Essen ist „Cachorro quente“ (sprich: Kaschohhho kentschi und bedeutet „heißer Hund“, also Hot Dog). Allerdings darf man sich da keinen „österreichischen Hotdog“ vom Würstlstand vorstellen! In Brasilien geht das so: Man nimmt sich einfach ein weißes Weckerl, füllt es zuerst mal mit viel Mayonnaise, Senf und/oder Ketchup, danach kommt ein kleines rotes, gekochtes Würstchen rein, dann noch „Sauerkraut“ oder Letscho und zu guter Letzt noch Minifrites (die die Sauce aufsaugen sollen?). Wenn man dann noch den Mund weit genug aufbekommt, kann das Essen losgehen. Uns „Deutschen“ wird grundsätzlich immer Bier dazu serviert, da wir ja alle Biertrinker sind ;-o – wusste ich gar nicht …. Aber man kann auch Cola oder Sprite haben. Manchmal hat man Glück und es gibt auch gefiltertes Wasser! – frisch aus dem Kühlschrank.

Manchmal gibt’s aber auch Caipirinha (LECKER!!! Erklärung für die Unwissenden: geviertelte Limone wird mit Eiswürfeln und viel Zucker zerstoßen und das Glas dann mit Cachaça, also Zuckerrohrschnaps, aufgefüllt). Damit man davon nicht zu viel bekommt, gibt’s nur ein Glas mit einem Strohhalm für alle, das herumgereicht wird. (manchmal geht sich dabei sogar ein 2. Durchgang aus…)

Die Argentinier stehen bei Einladungen eher auf Pizza. So eine Einladung kann ganz spontan sein, dann geht man halt mit den Gästen noch schnell einkaufen. Dank der flexiblen Öffnungszeiten, kann das auch nach der Versammlung noch sein.

Den Boden kauft man schon fertig, erhitzt ihn etwas und belegt ihn dann nach Belieben mit Tomatensauce oder Tomatenscheiben, Zwiebel und manchmal auch mit Schinken. Zum Schluss kommt Käse darüber – viel Käse! (etwas was  hier Mozzarella genannt wird und irgendwo zwischen Gouda, Butterkäse und purer Butter angesiedelt ist) Dass dazu auch grünen Salat passt, ruft immer wieder Überraschung hervor ;-) Die heiße Pizza kommt mitten auf den Tisch. Jeder bekommt ein Stück Küchenrolle und los geht’s!! Gegessen wird mit den Fingern – das spart viel Geschirr und so sind die Gastgeber genauso relaxt wie die Gäste und jeder kann es genießen!


 


25.6.13 13:33

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